7 neue Senioren-und DemenzbegleiterInnen

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Sieben Senioren-und Demenzbegleiter als „Pfleger der Seele“ beenden im Freiwilligenzentrum ihre Ausbildung. Die Namen der Senioren-und Demenzbegleiter*innen sind : Barbara Dietze, Beat Kehr, Christiane Eisenbletter, Dorthe Michel, Frank Endres, Maria Möbs, Mirsada Zahitovic.

­­­­­­­­­­­­Die allermeisten Menschen möchten bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden leben – verständlich! Bei Dingen, die weder eine Putzhilfe noch der Pflegedienst übernehmen kann, helfen die Pfleger der Seele.

Senioren- und Demenzbegleiter*innen nehmen sich viel Zeit zum Reden mit den alten Menschen, hören zu und erledigen mit ihnen gemeinsam die Dinge des Alltags. Sie besuchen die Senioren und kümmern sich zum Beispiel auch um diejenigen, die keine Angehörigen in der Nähe haben. Ihre Rolle als „Pfleger der Seele“ beinhaltet keine hauswirtschaftlichen, medizinischen und pflegerischen Leistungen. Vielmehr ermöglichen sie es mit ihrem Engagement, dass mehr Menschen mit Einschränkungen länger im vertrauten häuslichen Umfeld leben können. Sie sorgen so dafür, dass die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Betroffenen gefördert wird und sie weiterhin aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Menschen erreichen ein immer höheres Alter. Dank gesunder Ernährung und medizinischer Versorgung kommt die Mehrheit der Seniorinnen und Senioren in der Regel ohne große Einschränkungen aus. Ihr Problem ist die oftmals jedoch die Vereinsamung. Die eigenen Kinder wohnen häufig weit entfernt, das Modell “Großfamilie” gibt es praktisch nicht mehr. Soziale Dienste erledigen nur noch das Nötigste. Zeit für Gespräche oder kleinere Unternehmungen bleibt kaum. „Mit dem Projekt “Senioren- und Demenzbegleiter” soll die psychosoziale Betreuung älterer Menschen unterstützt und die pflegenden Angehörigen entlastet werden,“ bemerkt Ingrid Schmidt-Schwabe, 1. Vorsitzende des Freiwilligenzentrums Bad Nauheim während sie die Zertifikate übergibt. Das Freiwilligenzentrum arbeitet in Kooperation mit dem Familienbüro und ermöglicht die Ausbildung als Anlaufstelle für Qualifizierungsmaßnahmen des Landes Hessen und der Pflegekassen.

Um kompetent auf die ganz individuellen Anliegen von älteren Menschen eingehen zu können, haben die Senioren-und Demenzbegleiter*innen Unterrichtsmodule absolviert in Psychologie, Gesundheit, Beschäftigungsangebote und Tagesstrukturierung, aber auch zu rechtlichen Fragen und Regelungen der Pflegeversicherung. Die Schulung umfasste insgesamt 88 Stunden Theorie und 12 Stunden Hospitation in einem Seniorenheim.

Die Senioren- und Demenzbegleiter können angefordert werden über das Freiwilligenzentrum 06032 920359 oder per E-Mail fwz@fwz-badnauheim.de

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